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Geschichte

Die Geschichte des Hauses Dehlwisch

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Über mehr als 100 Jahre bauten die Generationen: Johann Dehlwisch (ab 1907), Heinrich Dehlwisch (ab 1929), Heinz Meistermann, sen. (ab 1962) und Heinz Meistermann (ab 1990), das Unternehmen zu einem Handelshaus für internationale Getränke aus.

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Dehlwisch im Jahre 1910

Im Jahre 1888 entschloss sich die Geschäftsleitung der Brauerei Haslinde-Hoyer, Oldenburg-Ohmstede, in Lohne eine Vertriebsniederlassung zu gründen. Nach Baubeginn an der Bahnlinie (in etwa, wo heute der Edeka-Markt in Lohne steht) und Fertigstellung des Kellers, wurde der Architekt darüber informiert, das es sich um das falsche Grundstück handeln würde. Daraufhin brach man die Bauarbeiten ab und begann am heutigen Standort in der Bahnhofstrasse 29 erneut mit dem Kelleraushub.

Im Jahre 1907 übernahm Johann Dehlwisch die Niederlassung von der Brauerei Haslinde-Hoyer und betrieb das Biergeschäft als Agentur.

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Heitmann'sche Villa Anfang der 1920er - heute integriert in Dehlwisch

Damals wurde das Haselinde-Hoyer-Bier mit der Großherzoglichen Oldenburgischen Eisenbahn (GOE) nach Lohne gebracht. Das dem Faßbierkeller am nächst gelegene Gleis wurde gesperrt und die Bierfässer wurden über einen Steg in den Eiskeller gerollt. Johann Dehlwisch hatte mit der Brauerei „frei Keller“ vereinbart, so brachten die Lohner Reichsbahnangestellten das Bier für die Brauerei in den Dehlwisch’schen Eiskeller, gegen ein Entgelt von 30 ltr. Haselinde-Bier.

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Dehlwisch Anfang der 1970er

Gekühlt wurde übrigens mit Natureis, welches im Winter am Burggraben auf Gut Hopen gesägt wurde. Die mächtigen Wände des Eiskellers waren mit Torf befüllt worden.

Flaschenbier gab es in der Anfangsphase keines, das gesamte Bier wurde über die Gastronomie per Fass verkauft. Wollte ein Privatmann abends ein Glas Bier trinken, so ging er mit einem Biersiphon in die nächste Kneipe und ließ ihn sich frisch vom Zapfhahn befüllen. Vor dem 1. Weltkrieg begann Johann Dehlwisch mit der Flaschenbierabfüllung – bis in die 1950er Jahre. Unter Johann Dehlwisch wurde das Haselinde-Hoyer-Bier auf Flaschen gefüllt, so dass das Bier schlicht „Jan-Bier“ genannt wurde.

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Dehlwisch im Jahre 1996

Während der Inflationsjahre zwischen den Weltkriegen fragte sich Johann Dehlwisch morgens bei der Brauerei den Tagesbierpreis nach, fuhr dann sehr eilig die Kundschaft ab, um die Bierbestellung der Kunden zu erfragen und das Geld im Voraus zu kassieren, um dann mittags mit einer Aktentasche, gefüllt mit Billionen Mark, nach Oldenburg zu fahren. Der kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges neu erworbene LKW, der das traditionelle Pferdefuhrwerk ersetzte, wurde nebst Bierfahrer, für den Krieg konfisziert und enteignet – so fuhr man wieder mit dem Pferdefuhrwerk.

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Dehlwisch im Jahre 2010

Da die Haake-Beck Brauerei in Bremen während des Krieges teilweise zerstört wurde und weil für die Bierherstellung kaum Rohstoffe zu bekommen waren, wurde der Neustart mit dem berüchtigten Molkebier gewagt: Aroma geht so, Geschmack kaum noch. Theresia Dehlwisch, die geschäftlich sehr aktiv war, erhielt im Volksmund den Namen: Haake-Beck’s Thres’chen.

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Dehlwisch im Jahre 2010


1972 1. Halle Neubau
1989 Erwerb des Heitmann’schen Nachbargrundstücks, nebst sehr renovierungsbedürftiger Villa
1990 2. Halle Neubau
2006 Ausbau und Umgestaltung des Ladengeschäfts

 


Die Generationen

1. Generation

Johann Dehlwisch (geboren 19. März 1864 – gestorben 19. September 1932) geboren in Cloppenburg, Ausbildung als Sattler (Sattlermeister)

Verheiratet mit: Josefine Dehlwisch, geborene Fortmann (geboren 22. April 1865 – gestorben 19. Januar 1940) geboren in Lutten

  • 11 Kinder
  • von Cloppenburg nach Lohne gezogen, um eine Sattlerei zu eröffnen
  • 1907 Umzug in die Bahnhofstrasse 29 – Sattlerbetrieb und Übernahme Bierverlag – Agenturvertrag mit Haselinde-Hoyer
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 Johann Dehlwisch (1864-1932)

2. Generation

Heinrich Dehlwisch (geboren 26. Juni 1898 – gestorben 15. März 1985) geboren in Lohne, Ausbildung zum Bürokaufmann bei Firma Josef Burhorst, Lohne

  • 1916 – 1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg
  • 1940 – 1942 Teilnahme am 2. Weltkrieg

Verheiratet mit: Theresia Dehlwisch, geborene Bünnemeyer (geboren 05. August 1908 – gestorben 15. Dezember 1969) geboren in Lohne

  • 3 Kinder: Luise, Hannelore und Resi
  • 1. Agenturvertrag 1929 mit der Haake-Beck Brauerei, Bremen
3. Generation

Heinz Meistermann (geboren 26. Dezember 1934) geboren in Lohne, Ausbildung zum Tischler bei Firma Hempelmann, Vechta

Verheiratet mit: Luise Meistermann, geborene Dehlwisch (geboren 11. April 1934 – gestorben 02. März 2007) geboren in Lohne

4. Generation

Heinz Meistermann (geboren 22. November 1963) geboren in Lohne, Ausbildung: Diplom-Kaufmann, Weinakademiker, Diploma in Wines and Spirits (WSET)

Verheiratet mit: Jutta Meistermann, geborene Bojes (geboren 19. August 1968) in Cloppenburg, Ausbildung: examinierte Krankenschwester


Die Brauerei

1726 wurde erstmals in alten Oldenburger Urkunden der Ohmsteder Erbkrug Jürgens erwähnt. Daraus entstand 1825 eine Brauerei damals auch Bierfabrik genannt. Dem tüchtigen Braumeister gelang es, den städtischen Kollegen viele Kunden abzuwerben. Er fuhr mit seinem Pferdegespann nach Oldenburg und lieferte sein hervorragendes Bier frei Haus, ohne ein zusätzliches "Bringegeld" zu erheben.

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Haslinde-Hoyer Brauerei, Oldenburg im Jahre 1890

Diese Brauerei übernahm 1876 der aus Westfalen stammende Bernhard Haslinde, der das Unternehmen ausbaute und zu neuer Blüte führte. Auf Haslindes Veranlassung wurde 1896 die Bahnlinie Oldenburg-Brake gebaut, die unmittelbar hinter seiner Fabrik verlief. Damit konnte er sein Bier auch über größere Entfernungen verkaufen. Im Inflationsjahr 1922 wurde die Brauerei mit der Hoyer-Brauerei zur Haslinde-Hoyer-Brauerei vereinigt. 1971 wurde sie dann an die Haake-Beck-Brauerei verkauft.

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Bernhard Haslinde (1845-1925)

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