Obwohl Frankreich, was die Weinerzeugung angeht, nur an zweiter Stelle, was die Rebfläche angeht, sogar nur an vierter Stelle unter den Weinbauländern dieser Erde steht, ist es für viele das Weinbaul...
Obwohl Frankreich, was die Weinerzeugung angeht, nur an zweiter Stelle, was die Rebfläche angeht, sogar nur an vierter Stelle unter den Weinbauländern dieser Erde steht, ist es für viele das Weinbauland schlechthin. Noch herausragender ist die Stellung Frankreichs, wenn es um die Qualität der Weine geht: seine gesetzlichen Maßstäbe werden weltweit als vorbildlich akzeptiert.
Die Geographie Frankreichs scheint einzigartig. Frankreich, bespült vom Atlantik und befeuchtet vom Mittelmeer, befindet es sich in einmalig guter Lage zwischen dem 42° und 49,5° Breitengrad. Das Klima ist eher mediterran als kontinental, aber es besteht auch kein Mangel an Weinbauregionen in einem Randbereich, in dem Trauben noch reifen können und die Wachstumsperioden am längsten und auf interessante Weise variabel sind.
Anders als in Deutschland geht der französische Gesetzgeber nicht davon aus, dass auf allen ca. 900.000 ha Weinbergen qualitativ gleichwertiger Wein erzeugt werden könnte. Die Rebfläche ist daher in Gebiete eingeteilt, die der Erzeugung von Tafelwein dienen, andere haben das Recht Landwein, Qualitätsweine unter dem V.D.Q.S.-Siegel oder Qualitätsweine nach dem AOC-Status zu erzeugen.
Seit Jahrzehnten ist Carignan die meistangebaute Rebsorten Frankreichs – sie verdankt ihre Spitzenstellung ihrer großen Verbreitung im Languedoc-Roussillion. Auf den zweiten Platz hat es die Weißweinrebe Ugni Blanc geschafft, die einen großen Teil des Grundweines für Cognac und Armagnac liefert. Danach kommen: Grenache, Merlot, Cinsault und Cabernet Sauvignon… und nach einigen weiteren Plätzen Chardonnay und Semillon.
In den tausenden von Weinkellern Frankreichs sind natürlich unterschiedliche Techniken gebräuchlich, aber im Allgemeinen sind in scharfem Gegensatz zu den Gepflogenheiten in der Neuen Welt besondere Schutzmaßnahmen bei der Mostbehandlung relativ selten. Völlige Beherrschung der Malolaktischen Säureumwandlung und des Fassausbaus in Eiche gilt als Selbstverständlichkeit.