Der Fruchtaufstrich ist ein Brotaufstrich aus eingekochten Früchten und Zucker, der nicht in eine der in der Konfitüren-Verordnung der EG festgelegten Kategorien wie Marmelade, Konfitüre, Gelee oder ...
Der Fruchtaufstrich ist ein Brotaufstrich aus eingekochten Früchten und Zucker, der nicht in eine der in der Konfitüren-Verordnung der EG festgelegten Kategorien wie Marmelade, Konfitüre, Gelee oder Maronenkrem fällt. Ein Fruchtaufstrich darf z. B. nicht so viel Zucker oder andere Süßungsmittel wie Marmelade, Konfitüre, Gelee oder Maronenkrem enthalten.
Die Marmelade (von portug. marmelo für Quitte, aus dem griech. melimelon „Honigapfel“) ist ein Brotaufstrich, der aus mit Zucker eingekochten Früchten hergestellt wird, üblicherweise im Gewichtsverhältnis 1:1 (1 Kilogramm Früchte auf 1 Kilogramm Zucker). Zumindest die Bitterorangenmarmelade wurde in Dundee, Schottland von der Kaufmannsfrau Janet Keiller „erfunden“. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war ein spanisches Handelsschiff aus der Region Sevilla durch aufkommenden Sturm gezwungen, den Hafen dieser Stadt anzulaufen. An Bord gab es eine große Menge nicht ganz frischer Bitterorangen, welche ihr Ehemann, der schottische Händler James Keiller, als ein Schnäppchen erstand. Da die Früchte im Rohzustand nahezu ungenießbar waren, kochte seine Frau diese kleinstgehackt mit sehr viel Zucker ein, um sie damit letztlich erfolgreich in eine gut verkaufsfähige Leckerei zu verwandeln. Die sich schnell entwickelnde allgemeine Nachfrage ließ bald eine fabrikmäßige Produktion für die später berühmte schottische Bitterorangenmarmelade entstehen und 1797 gründete dann die Familie Keiller bei Dundee die erste Marmeladenmanufaktur der Welt.
Seit der Konfitüren-Verordnung und laut EU-Vorschrift (Codexkapitel B5 Konfitüre und andere Obsterzeugnisse) dürfen als Marmelade nur noch Fruchtaufstriche aus Zitrusfrüchten bezeichnet werden. Dieses ist auf den englischen Einfluss zurückzuführen, denn der englische Begriff Marmelade bezeichnete schon vorher die besondere britische (Bitter-)Orangenmarmelade.
Bei Konfitüre wird die Reglementierung noch komplizierter. Denn im Gegensatz zur Konfitüre kann eine Marmelade (auch) aus mehreren Fruchtsorten bestehen. Sind die einzelnen Früchte noch erkennbar, sichtbar und spürbar, wird Marmelade auch jam genannt, zumindest in Großbritannien. Marmelade, zu deren Herstellung keine ganzen Früchte, sondern Fruchtsaft benutzt wurde, nennt man Gelee.
Natursüße Produkte von ähnlicher Beschaffenheit müssen in Deutschland als „Brotaufstrich“ bezeichnet werden.
Honig ist ein von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten oder Honigtau erzeugtes Lebensmittel. Bienen lagern den Honig zur Nahrungsvorsorge in den Waben ihres Bienenstockes.
Schon in der Steinzeit nutzte der Mensch Honig als Nahrungsmittel, wie es 9.000 Jahre alte steinzeitliche Höhlenmalereien mit „Honigjägern" zeigen. Der wild lebenden Bienenvölkern abgenommene Honig wurde auch als Köder bei der Bärenjagd eingesetzt.
Der Ursprung der Hausbienenhaltung mit geplanter Honiggewinnung wird im 7. Jahrtausend v. Chr. in Anatolien vermutet. Um 3.000 v. Chr. galt im alten Ägypten Honig als „Speise der Götter" und als Quelle der Unsterblichkeit: ein Topf Honig wurde mit dem Wert eines Esels aufgewogen. Um 400 v. Chr. lehrte Hippokrates, dass Honigsalben Fieber senken und das Honigwasser die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen verbesserte.